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◊ Übrigens soll es doch tatsächlich noch Menschen
geben, die den Spaß am Grillen noch nicht für sich entdeckt haben. Kaum zu
verstehen, aber traurigerweise doch wahr....
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Guten Appetit
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Grillen (aus englisch to grill bzw. französisch griller, von lateinisch craticulum für „Flechtwerk, kleiner Rost“) oder schweizerisch grillieren, bräteln ist Braten in Wärmestrahlung. Vom Braten in der Pfanne oder im Ofen unterscheidet es sich dadurch, dass für den Garprozess weder direkte Wärmeleitung noch Konvektion eine große Rolle spielt.
Grillen beziehungsweise das Braten über dem offenen Feuer ist eine ursprüngliche
Methode des Garens von Lebensmitteln - sie verlangt nur die Beherrschung des
Feuers, benötigt aber kein Kochgeschirr.
Allgemeines
Beim Grillen wird das Gargut, meist Fleisch, im Wesentlichen durch
Wärmestrahlung gegart und an der Oberfläche geröstet. Dazu wird es über oder
neben einer strahlenden Wärmequelle gehalten, entweder mithilfe eines Spießes
oder auf einem Grillrost. Als Wärmequelle dient Holzfeuer oder Holzglut, heute
auch Gas, durch Gas erhitzte Steine oder elektrische Heizschleifen. Beim Grillen
mit Holz tragen neben den entstehenden Röststoffen auch Aromastoffe aus dem Holz
zum typischen Geschmack bei, so dass diese Methode als geschmacksintensiver
gilt. Aufgrund der besseren Kontrollierbarkeit werden in der Gastronomie und bei
mobilen Grillständen jedoch fast ausschließlich elektrische Grills verwendet. So
genannte „Kontaktgrills“, die in der Gastronomie ebenfalls verbreitet sind, sind
keine Grills im eigentlichen Sinn, da sie vor allem durch Wärmeleitung garen.
Da beim Grillen die Temperatur nur intuitiv kontrollierbar und die Zugabe von
Fett und Flüssigkeit nicht möglich ist, eignen sich nicht alle Nahrungsmittel
gleich gut. Fleisch sollte nicht zu mager, Fisch von fettreichen und
festfleischigen Arten, Gemüse und Pilze leicht vorgegart oder mariniert sein.
Gesundheit
Da beim Grillen kein oder kaum Fett hinzugegeben wird und Fett aus dem Grillgut
abtropfen kann, sind Lebensmittel gegrillt fettärmer als in der Pfanne gebraten.
Bei mit Holzkohle befeuerten Grills können jedoch gesundheitsschädliche Stoffe
aus der Glut und dem hineingetropften Fett ins Grillgut übergehen. Die
entstehenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe wie Benzopyren (bei
Zigaretten werden diese Stoffe als „Kondensat“ zusammengefasst) gelten als
krebserregend. Bei Grills mit seitlicher Glut ist die Belastung deutlich
geringer als bei solchen mit unten liegender.
Es gibt aber auch Belege dafür, dass typische Grillgewürze wie Senf, Thymian,
Oregano, Rosmarin und Salbei, ebenfalls Bier, die Aufnahme dieser
Kohlenwasserstoffe weitgehend verhindern, beispielsweise dadurch, dass sich die
in ihnen enthaltenen Flavonoide fest an die Kohlenwasserstoffe binden. Diese
werden dann unverändert ausgeschieden
Rechtliches
Grillen im Garten oder auf dem Balkon ist in Deutschland ein häufiger Grund für
Nachbarschaftsstreit, der die Gerichte beschäftigt. Eine klare gesetzliche
Regelung existiert nicht (außer in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg), sondern
hängt von Ortsüblichkeit und Ermessen ab. Das Grillen auf dem Balkon eines
Mehrfamilienhauses kann durch eine Regelung in der Hausordnung verboten werden
(Landgericht Essen).
- Nach einem Urteil des Bonner Amtsgerichts dürfen Mieter in einem
Mehrfamilienhaus in der warmen Jahreszeit einmal im Monat auf dem Balkon
grillen, müssen ihre Nachbarn jedoch 48 Stunden vorher informieren.
- Nach einem Urteil des Landgericht Stuttgart darf dreimal im Jahr jeweils
zwei Stunden gegrillt werden.
- Nordrhein-Westfalen und Brandenburg: Hier ist das Grillen nach den
Landesimmissionsschutzgesetzen verboten, wenn dadurch unbeteiligte Nachbarn etwa
durch Eindringen von Qualm und Rauch in deren Wohn- oder Schlafräume erheblich
belästigt werden. Sollten diese Regelungen verletzt werden, so ist ein Bußgeld
zu zahlen. Auch können die Betroffenen für eine schnelle Hilfe die Polizei
rufen.
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